(bis heute stehen 450 klimarelevante wissenschaftliche Artikel zur Verfügung)
WARNSIGNAL KLIMA: Genug Wasser für alle?

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WARNSIGNAL KLIMA: Die Polarregionen

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WARNSIGNAL KLIMA: Die Meere – Änderungen & Risiken

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WARNSIGNAL KLIMA: Gesundheitsrisiken / Gefahren für Pflanzen, Tiere und Menschen

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Willkommen

Unser Ziel ist, die Öffentlichkeit mit Informationen aus erster Hand auf der Grundlage der Buchreihe Warnsignale direkt zu versorgen. Getragen durch die positive Kritik und gute Re­sonanz sind bislang 15 Bände der Buchreihe »Warn­signale« erschienen. Dabei sind rund 800 umwelt- und klimarelevante Artikel von etwa 1.500 Fachleuten aus knapp 500 Forschungs- und Umweltorganisationen verfasst worden. Das Motto war immer »Wissen­schaftler informieren direkt«. Damit sollte ein Beitrag zur breiten öffentlichen Diskussion an unseren Bildungseinrichtungen (Schulen und Universitäten), in den Medien, unter interessierten Laien und nicht zuletzt in Politik und Verwaltung  über unseren Umgang mit der Umwelt und zum Klimaschutz geleistet werden. Mit dieser Webseite soll eine Plattform mit wissenschaftlichem Hintergrund für Internet-Nutzer zur Verfügung gestellt werden, deren Qualität durch die Mitarbeit zahlreicher kompetenter Wissenschafter gesichert wird. Geplant ist klimarelevante Artikel zu den Schwerpunkten Gesundheit, Gefahren für Pflanzen & Tiere, Polarregionen, Wasserversorgung und Weltmeere sowie Eis der Erde zu veröffentlichen. Das Internet hat unsere Gesellschaft verändert. Mit diesem Medium sind viele neue Möglichkeiten entstanden, Informationen zu verbreiten. Im Web stehen Daten und Fakten verschiedener Art zur Verfügung, die zu jeder Zeit und an jedem Ort erhältlich sind. Wir sind mittlerweile gewohnt, Informationen, die wir benötigen, vor allem im Internet zu suchen und uns darüber im Kollegen- und Freundeskreis auszutauschen. Jede(r) hat auch die Möglichkeit, Webseiten einzurichten oder themenzentrierte Einheiten wie Blogs und Diskussionsforen zu starten. Problematisch ist aber die Qualität der Informationen. Da die ins Internet gestellten Daten und Fakten sowie Veröffentlichungen meist ungeprüft sind, können sie leicht zu Verwirrung und Desinforma­tion führen. Die Artikeln auf dieser Internetseite hingegen wurden direkt von Wissenschaftlern verfasst und überprüft. Unterstützt wird die Initiative vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB).

– Ex-Hurrikan Ophelia an der EU-Küste

“Ophelia“ erreichte am 16.10.17 Irland Zum zweiten Mal ein Ex-Hurrikan an der europäischen Küste “Ophelia“ traf Irland mit Böen bis zu 150 km/h und forderte drei Todesopfer. Hunderttausende waren ohne Stromversorgung. Schulen blieben geschlossen und Flüge fielen aus. Das Leben wurde in Irland lahmgelegt. Danach zog der Sturm abgeschwächt in Richtung Schottland weiter. Der Hurrikan Ophelia entstand am 9.10.2017 im Ostatlantik nördlich von 30° N. Wenige Stunden nach seiner Entstehung wurde er vom National Hurrican Center (NHC) in Florida zum tropischen Sturm „Ophelia“ erklärt. Aufgrund niedriger Windscherung verstärkte er sich weiter und wurde am 11. Oktober zu einem Hurrikan hochgestuft. Am 12.10. wurde „Ophelia“ als Hurrikan der Kategorie 2 und am 14.10. überraschend sogar der Kategorie 3 klassifiziert. “Ophelia“ war bereits der zehnte Hurrikan, der sich in diesem Jahr über dem Atlantik  gebildet hat und der 6. schwere Hurrikan (Kategorie 3 und höher; s. Hurrikansaison 2017). In der Nacht zum 16.10. schwächte sich „Ophelia“ bei seiner Annäherung an Irland stark ab und verlor sein Auge sowie seine tropischen Eigenschaften. Trotzdem verursachte er  mit Sturmstärken große Schäden in Irland und war der stärkste an der europäischen Küste je gemessene Ex-Hurrikan. Bei Edinburgh und im Norden Englands kam es am 17.Okt. zu Beeinträchtigungen  im Zugverkehr. Der andere, für Europa bedeutsame und aus dem Hurrikan „Vince“ entstandene Sturm. erreichte im Jahr 2005 als der 1. Ex-Hurrikan seit über 150 Jahren die europäische Küste. Er entstand am 9.10.2005 östlich der Insel Madeira und wurde nach seiner maximalen Entfaltung als Hurrikan der Kategorie 1 eingestuft. Er war damals der am weitesten nordöstlich im Atlantik jemals festgestellte tropische Wirbelsturm. Gemeinsam ist „Ophelia“ und „Vince“, dass... leer más

– Tropische Wirbelstürme 2017 im Nord-Atlantik

Hurrikan-Saison 2017 Tropische Wirbelstürme (TW) gehören zu den Wetterextremen, von denen die stärkste Zerstörungskraft ausgeht. TW entstehen über dem Ozean und werden je nach Meeresgebiet unterschiedlich benannt. Als Hurrikan werden sie im nördlichen atlantischen Ozean – einschließlich der Karibik und des Golfs von Mexiko – sowie im Nordpazifik östlich von 180° Länge bezeichnet. Tropische Wirbelstürme, die sich im Nordwestpazifik nördlich des Äquators bilden, heißen Taifune. Im Indischen Ozean (Golf von Bengalen und Arabisches Meer) und im Südpazifik werden TW hingegen als Zyklone bezeichnet und vor der australischen Küste als Willy-Willies. Die Saison der Wirbelstürme beginnt im nördlichen Atlantischen Ozean meist im Mai und kann bis Ende November andauern, da zu dieser Zeit für ihre Bildung geeignete Bedingungen existieren (hohe Meeresoberflächentemperaturen, feuchte Luft und wenig Windscherung). Im Jahr 2017 begann die Saison mit dem Entstehen des tropischen Sturms „Arlene“ schon am 19. April. TW entstehen über warmen Meeresgebieten in der Nähe des Äquators. Hier findet man die wichtigste Voraussetzung für die Entstehung von TW: Wasseroberflächen mit einer ausreichenden Größe und Temperaturen von mindestens 26,5° C. Dort ist die Verdunstung des Meerwassers besonders intensiv. Dabei entsteht latente Energie, die mit dem Wasserdampf in die Höhe transportiert wird. Durch Kondensation wird diese Energie wieder frei und der Atmosphäre zugeführt und es bilden sich Wolken. Das Aufsteigen warmer feuchter Luft wird durch das Temperaturgefälle in der Atmosphäre weiter angetrieben. Je stärker das Temperaturgefälle mit der Höhe ist, desto stärker ist der Auftrieb warmer Luft. Eine weitere Voraussetzung ist die horizontale Corioliskraftkomponente; diese ist ab dem 10. Breitengrad in der Nord- und Südhemisphäre stark genug, um die typische Wirbelbildung zu bewirken. In unmittelbarer Nähe... leer más

– AGUNG: Bali droht ein gewaltiger Vulkanausbruch

AGUNG: nach 1963-1964 wieder aktiv Der Vulkan Gunung Agung befindet sich auf der Insel Bali (Indonesien). Mit 3030 m Höhe ist er der  höchste Berg auf der Ferieninsel. Täglich werden viele schwere Erdstöße registriert – ein Zeichen dafür, dass eine Eruption bevorsteht. Weltweit gibt es weit über 100 aktive Vulkane. Agung gehört jedoch zu den bedeutenderen Vulkanen; er ist in den letzten Jahrhunderten mehrmals ausgebrochen. Der letzte Ausbruch 1963-1964 war als plinianische Eruption besonders stark (Eruptionen, die mindestens 8 km hoch reichen und somit die Stratosphäre erreichen, nennt man nach ihrem ersten Beschreiber „plinianisch“ – Plinius dem Jüngeren). Über 1100 Menschen kamen damals ums Leben, und die Erde kühlte sich vorübergehend um 0,5 °C ab. Bis Ende September 2017 haben sich mehr als 80 000 Menschen in Sicherheit gebracht. Wegen der Sorge, ihren Besitz zu verlieren, weigern sich aber viele, die Gegend zu verlassen,. Ein weiterer Grund, der die Evakuierung erschwert, ist die heilige Bedeutung des Berges für die hinduistische Religion, die die bedeutendste auf der Insel ist. Am Berg wurde in etwa 900 m Höhe die wichtigste hinduistische Stätte der Insel errichtet, Pura Besakih, bestehend aus 22 Tempeln. In der unteren Tabelle sind die größten plinianischen Eruptionen der letzten Jahrtausende zusammengefasst. Die Toba-Eruption (Nord-Sumatra, Indonesien) vor  71.000-74.000 Jahren,  ist die stärkste bekannte Eruption seit dem Spätquartär. Man schätzt, dass sich die Erde mehrere Grad Celcius über Jahre abkühlte. Derart Supereruptionen, wie auch die von Tambora 1815, führen zu Vulkanwintern (Jahren ohne Sommer), die regional und sogar weltweit von ungewöhnlicher Kälte und Missernten gekennzeichnet waren. Bei Vulkanausbrüchen – aber auch bei nichteruptiver Entgasung von Vulkan-Magma-Systemen – gelangen große Mengen... leer más

– SOS: Larsen-C-Schelfeis – Gigantischer Eisberg

Entstand am 12.7.2017 Das Larsen-C-Schelfeis liegt an der Ostseite der Antarktischen Halbinsel und schwimmt im Bereich des Weddell-Meeres. Der Riss des riesigen Eisberges wurde seit ca. 2010 (s.Abb.3) u.a. durch die Copernicus Sentinel-1-Satelliten-Mission verfolgt. Das Risswachstum beschleunigte sich in den letzten Jahren (http://www.esa.int/spaceinvideos/Videos/2017/04/Larsen-C_crack). Die Aufnahmen vom April 2017 zeigten, dass der Riss bereits über 175 km lang war. Die mittlere Dicke des neuen Eisbergs beträgt etwa 250 m. Zu diesem Zeitpunkt gab es eine Verbindung zwischen Schelfeis und Eisberg von rund 30 km. Nach der Meldung vom 1. Juni 2017 der Universität Swansea (Wales) betrug diese Verbindung nur noch 13 km und der komplette Abriss erfolgte am 12.7.2017. Abbrechen eines Schelfeises wird von Fachleuten Kalben genannt. Das Entstehen von Eisbergen ist allerdings nichts Besonders. Was diesmal ungewöhnlich ist, ist das Ausmaß (5.800 km²) der Abspaltung. Das entspricht zweimal der Fläche des Saarlands. Das Larsen-C-Schelfeis verliert damit etwa 10% seiner Fläche und kann Folgen für die Stabilität der benachbarten Eisplatte haben. Dieses große Schelfeis wird von mehreren Gletschern gespeist. Da der Schelfeis wie eine Bremse auf die fließenden Gletscher wirkt, könnte der Bruch von solchem Ausmaß negative Folgen haben; die Gletscher an dieser Stellen könnten dann schneller und direkt ins Meer mit entsprechenden Folgen für den Meeresspiegel fließen. Der neue Rieseneisberg allein wird den Meeresspiegel zunächst nicht viel verändern, da die Eismasse bereits auf dem Meer schwimmt und dort Wasser verdrängt. Das ist wie Eis im Glas: Wenn es schmilzt, ändert sich die Füllmenge nicht wesentlich. Abb.1: Der Antarktische Kontinent: Die antarktische halbinsel und der Larsen-Schelfeis (Map_of_the_McMurdo-South_Pole_highway). From NASA: http://lima.usgs.gov/ (public domain)       Abb.2: LARSEN A, B & C. The... leer más

– SOS aus dem Baikalsee

Klimawandel und Umweltverschmutzung bedrohen den Baikalsee Der Baikalsee (im Deutschen wie im Russischen oft nur Baikal genannt) liegt auf asiatischem Gebiet der Russischen Föderation (Sibirien). Er ist mit 1.642 Metern der tiefste und mit mehr als 25 Millionen Jahren der älteste Süßwassersee der Erde. Seine Fläche beträgt ca. 31.500 km² und er liegt auf einer Höhe von  455,5 m über dem Meeresspiegel. Der See erstreckt sich von Südwesten bis Nordosten über 673 km und ist im Durchschnitt 48 km breit. Der Baikalsee bildet weltweit das größte Reservoir flüssigen Süßwassers. Das ist global gesehen 1/5 der flüssigen Süßwasserreserven an der Erdoberfläche. Der Baikal hat ein Volumen von 23.615,39 km³, also etwa den 480-fachen Wasserinhalt des Bodensees. Sein Einzugsgebiet umfasst mit seinen Zuflüssen etwa 571.000 km². Das ist also größer als Deutschland (357.168 km²). Gespeist wird der Baikalsee von 336 Flüssen. Die Oberfläche der 5 Großen Seen Kanadas (Lake Erie, Huron, Michigan, Superior and Ontario) ist mit etwa 244.300 km² über siebeneinhalbmal größer als der Baikal; sie enthalten aber knapp das gleiche Süßwasservolumen. Der Kaspische See gilt mit 386.400 km² und 78.700 km³ Wasservolumen als der größte See der Welt. Sein Wasser ist jedoch nicht zu 100% Süßwasser. Von hervorragender Bedeutung sind der Baikalsee und seine Umgebung aufgrund seiner einzigartigen Flora und Fauna. Dort leben rund 1.500 Tier- und 1.000 Pflanzenarten, die nur dort vorkommen (endemische Arten). Beispielweise lebt dort die einzige nur im Süßwasser anzutreffende Robbenart, die Nerpa. Seit 1996 gehört die Baikal-Region zum UNESCO-Weltnaturerbe. Aber nicht nur der Klimawandel sondern auch Verschmutzung, häufige Brände und Umweltzerstörung sowie Tourismus bedrohen den Baikalsee. Auch die unkontrollierte Fischerei mit engmaschigen Netzen und die zunehmende Schifffahrt auf dem Baikal... leer más

– Ende der historischen Dürre in Kalifornien 2011/12-2017

Nach 5 Jahren Wassermangel erklärte der kalifornische Gouverneur J. Brown im April 2017 die Dürre für beendet. Alle Einschränkungen zum Wasserverbrauch wurden aufgehoben. Nach starken Schnee- und Regenfällen in den ersten Monaten des Jahres hat sich die Situation gebessert; Flüsse führen wieder genug Wasser. Fast fünf Jahre lang litt Kalifornien unter extremem Wassermangel – Eine kurze Darstellung Kalifornien liegt geographisch in einer ziemlich trockenen Region der Erde. Es regnete dort nie im Überfluss. Trotzdem haben viele Menschen als Statussymbole einen Swimmingpool im Garten, einen sattgrünen Rasen vor der Tür, Freizeit auf einem der großzügig bewässerten Golfplätze und ein Auto, das mehrmals pro Woche gewaschen wird. In Kalifornien ist der Schnee von der Sierra Nevada für die Wasserversorgung von großer Bedeutung. Die Schneemenge, die sich dort im Winter ansammelt, versorgt das Land mit Wasser während der trockenen Monate. Die Niederschläge in Kalifornien waren im Zeitraum 2011/12-2016 bei weniger als 10% des langjährigen Durchschnitts. Auch die Temperaturen erreichten Rekordwerte, verstärkten damit die Verdunstung und erhöhten so den Wasserbedarf noch weiter. Die südwestliche Region der USA erlebte eine extreme Dürreperiode, wie sie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in den 1870er Jahren nicht vorgekommen war. Nachdem sich die Lage im Dez.-2014 kurz entspannt hatte, verschärfte sich die Situation in den ersten Monaten des Jahres 2015 erneut – so waren die Aussichten für die trockenen Monate ab April/Mai vor allem für die Landwirtschaft sehr schlecht. Im Juni 2011 wurden zunächst von einer »ungewöhnlichen Trockenheit« gesprochen. Im Dezember 2011 hieß es »mittelschwere Dürre« und ab Februar 2012 herrschte eine »schwere Dürre«. Seit August 2013 begann in vielen Teilen Kaliforniens die »extreme Dürre« und ab Januar 2014... leer más